18 Okt

Raus aus der Demenz-Falle!

Demenz ist kein Schicksal.

Die aktuelle Demenz-Forschung ist der Überzeugung, dass Demenz durch altersbedingte Abbauprozesse und Ablagerungen im Gehirn verursacht wird. Leicht verständlich und mit überzeugenden Argumenten macht Gerald Hüther, einer der führenden Hirnforscher, deutlich, dass diese im letzten Jahrhundert entwickelte Vorstellung nicht nur unzutreffend ist. Sie hat auch den Blick für das Phänomen verstellt, das tatsächlich für die Herausbildung von Demenzverantwortlich ist: die Unterdrückung der normalerweise bis ins hohe Alter vorhandenen Regenerations- und Kompensationsfähigkeit des Gehirns. Dieses neuroplastische Potential verlieren wir aber fast alle zwangsläufig in einer Welt, in der uns die Freude am eigenen Entdecken und am gemeinsamen Gestalten beim Älterwerden zunehmend abhandenkommt.

18 Okt

Gehört der Islam zu Österreich?

Fremdkörper oder harmonischer Teil des Ganzen? In der öffentlichen Debatte ist der Islam noch lange nicht in Österreich angekommen, gelten die Religion und ihre Anhänger als „Problemkinder“. Radikalismus, Unterdrückung, fehlender Wille zur Integration – Schlagworte wie diese tauchen auf, wenn es um Muslime in Österreich geht. Zu Recht?
Redakteure der Tageszeitung „Die Presse“ beleuchten die Rolle, die Muslime heute in Österreich spielen, von Erziehung und Bildung bis zu Politik und Wirtschaft. Das Ergebnis: ein oft überraschender Blick auf Bereiche, in denen es beim Zusammenleben noch hakt und solche, in denen der Islam schon Zeichen der „Austrifizierung“ zeigt.
Themenbereiche
– Muslimische Volkszählung
– Der Islam und die Kirche
– Politik und Religion
– Der Islam in der Wirtschaft
– Muslimische Erziehung
– Das Frauenbild der Muslime
– Radikalismus und Extremismus
– Der Islam und das österreichische Recht

18 Okt

Nur wenn du alleine kommst

Souad Mekhennet erhält den Daniel Pearl Award 2017

Was passiert hinter den Fronten des Jihad? Wie ticken Warlords und jugendliche Attentäter? Spannend wie in einem Krimi berichtet Souad Mekhennet von ihren teils lebensgefährlichen Recherchen in den No-go-Areas des Terrors, allein, ohne Handy, bekleidet mit einer schwarzen Abaya. Die Journalistin Souad Mekhennet verfügt über ungewöhnliche Verbindungen zu den Most Wanted des Jihad – und über ein einzigartiges investigatives Talent. Sie deckte die Entführung und Folterung des Deutsch-Libanesen Khaled al-Masri durch die CIA auf, interviewte den Führer von al-Qaida im Maghreb, obwohl ihr die Geheimdienste auf den Fersen waren, lernte ein ägyptisches Foltergefängnis unfreiwillig von innen kennen, enttarnte den berüchtigten IS-Henker „Jihadi John“ und wusste nach den Pariser Anschlägen schon vor der Polizei, wer der in Saint Denis erschossene Attentäter war. Ihre meisterhaften Nahaufnahmen lassen uns die Kämpfe und Wünsche der islamischen Welt besser verstehen und führen uns heilsam vor Augen, dass sich der Clash zwischen Islam und Westen in Wirklichkeit nur in den Köpfen abspielt.

18 Okt

Die Macht der Geographie

Alle Regierungen, alle Staatschefs unterliegen den Zwängen der Geographie. Berge und Ebenen, Wasser, Sand und Eis setzen ihrem Entscheidungsspielraum Grenzen.

Weltpolitik ist auch Geopolitik. Alle Regierungen, alle Staatschefs unterliegen den Zwängen der Geographie. Berge und Ebenen, Flüsse, Meere, Wüsten setzen ihrem Entscheidungsspielraum Grenzen. Um Geschichte und Politik zu verstehen, muss man selbstverständlich die Menschen, die Ideen, die Einstellungen kennen. Aber wenn man dieGeographie nicht mit einbezieht, bekommt man kein vollständiges Bild. Zum Beispiel Russland: Von den Moskauer Großfürsten über Iwan den Schrecklichen, Peter den Großen und Stalin bis hin zu Wladimir Putin sah sich jeder russische Staatschef denselben geostrategischen Problemen ausgesetzt, egal ob im Zarismus, im Kommunismus oder im kapitalistischen Nepotismus. Die meisten Häfen frieren immer noch ein halbes Jahr zu. Nicht gut für die Marine. Dienordeuropäische Tiefebene von der Nordsee bis zum Ural ist immer noch flach. Jeder kann durchmarschieren.

Russland, China, die USA, Europa, Afrika, Lateinamerika, der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Japan und Korea, dieArktis und Grönland: In zehn Kapiteln zeigt Tim Marshall, wie die Geographie die Weltpolitik beeinflusst und beeinflusst hat.

18 Okt

Die Flucht der Dichter und Denker

Deutschlands und Österreichs Wissenschaftler, Künstler und Intellektuelle entkamen den Nationalsozialisten auf oft abenteuerlichen Wegen. Eine Flüchtlingsgeschichte mit vielen Parallelen zu heute – die Betroffenen kommen allerdings nicht aus Syrien und Afghanistan. Sie waren Nobelpreisträger, Universitätslehrer, weltberühmte Schriftsteller und gefeierte Dirigenten, Juden und Christen, Politiker und Zeitungsredakteure, die ein gemeinsames Schicksal einte: Die Nationalsozialisten wollten sie ermorden. Unter den Flüchtlingen: Sigmund Freud, Stefan Zweig, Joseph Roth, Thomas, Heinrich, Golo und Erika Mann, Franz Werfel und seine Frau Alma Mahler-Werfel. Alfred Polgar, Hermann Leopoldi, Ödön von Horvath, Anna Seghers, Robert Stolz, Friedrich Torberg, Karl Farkas, Billy Wilder, u.v.m.

18 Okt

Der Vogelhändler von Kabul

„Ich wollte noch einmal dorthin. Nach Ka Faroshi, auf den Vogelmarkt in Alt-Kabul. Ein mir selbst rational nicht erklärbarer Wunsch. Aber ich wollte sie noch einmal hören: Die gezwitscherten Kadenzen, die geträllerten Tremolos, die schnurrenden Gesänge in und aus den Vogelkäfigen. Der Reporter in mir wollte dorthin, ein anderer Teil von mir musste.“

18 Okt

Rückkehr nach Reims

Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an – das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft. Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert er eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft zum Front National übergelaufen ist. Das Buch sorgt seit seinem Erscheinen international für Aufsehen. So widmete Édouard Louis dem Autor seinen Bestseller „Das Ende von Eddy“.

26 Sep

Und alle benehmen sich daneben

Lesley Blume lässt die explosive, ungebärdige Pariser Szene der 20er Jahre zum Leben erwachen, das wilde Spanien jener Zeit, und enthüllt, wie Hemingway seine eigene Legende erschuf.

Paris, ein Fest fürs Leben
Durchsoffene Nächte, wilde Affären, hemmungsloser Ehrgeiz. Ellbogen zählen ebenso wie Talent. Der junge Ernest Hemingway hat nichts Geringeres vor, als die Romanliteratur zu revolutionieren, den großen Zeitgeistroman zu schreiben, nach dem alle Verlage fiebern. Mit ‚Fiesta‘ gelingt ihm dieser Coup, und er wird, erst 27jährig, auf einen Schlag berühmt. Es sind die wilden Zwanziger in Paris, und die angelsächsische Expat-Gemeinde ist legendär: reiche Männer, schöne Frauen, Mäzene, erfolgreiche Literaten und solche, die es noch werden. im Mittelpunkt Hemingway, ein todestrunkener, stierkämpfender Aficionado, hartgesottener Trinker, hitzköpfiges literarisches Genie und – tatsächlich – Ehemann.

Lesley M. M. Blume erforscht das schillernde Universum, in dem aus einem unbekannten jungen Autor eine Ikone der Weltliteratur wurde und erzählt von den Menschen, die Hemingway (oft wenig schmeichelhaft) in seinem Werk verewigte. Sie dringt ein ins Herz der Lost Generation und zeigt, wie sehr diese bis heute beeinflusst, was wir lesen und wie wir denken – über Jugend, Liebe, Sexualität und Exzess.

Von Gertrude Stein und Ezra Pound bis F. Scott und Zelda Fitzgerald – das wilde Leben der Pariser Bohème

09 Aug

Hygg hygg hurra! Glücklich wie die Dänen

Mit Hygge zum Glück
Dänemark gilt seit 40 Jahren als glücklichstes Land der Welt. Die Journalistin Helen Russell ist dennoch höchst skeptisch, als ihr Mann einen Job bei Lego annimmt – und sie als überzeugte Londoner Großstädterin mit ihm in die dänische Einöde ziehen soll. In Jütland angekommen, findet Helen Russell Schritt für Schritt heraus, was hinter dem geheimnisvollen Wohlfühl-Konzept „Hygge“ steckt, das die Dänen den langen Wintern, der Kälte und Dunkelheit trotzen lässt.
Hygge ist… mit Freunden an einem lauen Sommerabend bis spät in die Nacht im Garten zu sitzen.
Hygge ist… ein schön gedeckter Tisch für die Familie bei Kerzenschein.
Hygge ist… ein gemütlicher Winterabend vor dem Kamin im selbstgestrickten Pulli.
Hygge ist… viel Holz, Blumen und Gemütlichkeit.
Hygge ist… der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und Zimtschnecken.
Hygge ist…die dänische Art, das Leben zu genießen.
Ein wunderschönes Memoir einer humorvollen jungen Frau, die die zehn Geheimnisse der glücklichsten Menschen entdeckt.
Für alle leidenschaftlichen Skandinavien-Fans, die immer noch etwas Neues über ihre liebste Region erfahren wollen.

09 Aug

Der neue Iran

Eine Gesellschaft tritt aus dem Schatten

Die politische Isolation ist beendet und damit tritt uns Iran als wichtigste Macht im Nahen und Mittleren Osten entgegen. Eine eindringliche Schilderung einer Welt, über die wir zu wenig wissen. Wussten Sie, dass in Iran … mehr Frauen als Männer studieren? Und dass nur jeder Zweite Persisch zur Muttersprache hat?

Iran ist trotz autoritärer Regierung in jüngerer Zeit zu einem modernen, dynamischen, weltoffenen Land geworden – viel weniger religiös, dafür pragmatischer und weiblicher als nach der Revolution von 1979. Diesem „neuen Iran„“ widmet Charlotte Wiedemann ihr großes Gesellschaftsportrait: von der großstädtischen Theaterszene zum schiitischen Volksislam, von der kurdischen Sufi-Zeremonie zum Sabbat in einer jüdischen Familie. Ein Alltag, in dem massenhaft gegen die Regeln des Regimes verstoßen wird; eine Zivilgesellschaft, die religiöse Ethik neu bestimmt.

Zugleich analysiert die Autorin das Weltbild der Iraner, ihren obsessiven Nationalstolz, die Iran eigene Mischung aus Hochmut und Komplexen und seine im Westen oft unverstandenen Ängste.